Die Künstler/innen
und Sprecher/innen
Übersicht über die Künstler/innen
Übersicht über die Sprecher/innen
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BDS - Rede
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Mauricio Lizarazo Prada
Die Künstler/innen

Michael Barenboim
Violinist, Konzertmeister des West-Eastern Divan Orchestra
Michael Barenboim ist ein klassischer Violinist und Bratschist. Er ist Konzertmeister des West-Eastern Divan Orchestra.
„Der Gaza Völkermord ist ein unumkehrbarer Wendepunkt. Die Welt sieht diesem Verbrechen in Echtzeit zu – schweigend und mitschuldig am Massenmord an Palästinensern in Gaza, an der Zerstörung ihrer Gegenwart, ihrer Vergangenheit und ihrer Zukunft.“
Foto: © Marcus Hoehn

Shatat
Eine palästinensische Band mit reichem Repertoire und sagenhaften 18 Mitgliedern
Die palästinensische Gruppe Shatat wurde in Wien gegründet und trägt einen Namen, der die palästinensische Geschichte widerspiegelt. „Shatat“ bedeutet Diaspora und erinnert an die palästinensische Erfahrung, wie aus Bürger:innen Geflüchtete wurden, fern der Heimat, aber niemals getrennt von ihr im Herzen. Mit ihrem Gesang möchte die Band zeigen, dass Palästinenser:innen ein Volk mit reichem kulturellem Erbe, lebendiger Tradition und einer starken Identität sind, die sich diese Identität nicht nehmen lassen.
Die Gruppe Shatat besteht aus 18 Mitgliedern, von denen jede und jeder die Erinnerungen und Geschichten früherer Generationen in sich trägt. Durch Musik bewahrt Shatat das palästinensische Erbe, erzählt die Geschichte Palästinas weiter und hält die Liebe zur Heimat, aus der sie vertrieben wurden, lebendig.

Anna Grob
Kulturschaffende und Bassistin
Anna Grob, Kulturschaffende und Bassistin von „The Leftovers“, setzt mit „Circle of Light“ ein Zeichen des Widerstands. Kreise des Lichts, das sind Orte der Hoffnung, Orte des Zusammenhalts, aber vor allem auch Orte des Widerstands.Des Widerstands gegen die Leute, die versuchen, sie zu zerstören. Gegen die Leute, die diese Welt für einen Spielplatz ihrer Launen halten, auf dem sie tun und lassen, was sie wollen, während andere darunter leiden. In Zeiten, in denen Politiker*innen versuchen uns zu zerspalten, ist „Circle of Light“ ein Aufruf zusammenzuhalten und unsere Unterschiede wertzuschätzen, statt uns gegeneinander aufzuhetzen.
Anna Grob meint: “Ich bin beim Songprotest dabei, weil es als Kunstschaffende meine Verpflichtung ist, laut zu sein. Während täglich im Gazastreifen Menschenrechte grausamst missachtet werden, wird in glattgebügelten Fernsehproduktionen die heile Welt vorgespielt. Ich bin dankbar, dass der Songprotest dort ein Zeichen für Zusammenhalt und Solidarität setzt, wo der ESC versagt.”
IZRAA
Sängerin, Rapperin und Aktivistin mit Wurzeln in Palästina, Libanon und Tunesien

Ahmed Eid
Musiker und Komponist
Ahmed Eid ist einer der einflussreichsten palästinensischen Künstler seiner Generation. Seine Musik erzählt Geschichten von Herkunft, Widerstand, Hoffnung und Freiheit – Geschichten, die er mit seiner unverwechselbaren musikalischen Sprache zum Leben erweckt.
Mit seiner Solo-Debüt-EP „Aghani Akhira“ أغاني أخيرة (Last Songs) schlug er 2024 ein neues Kapitel auf und gab bereits einen ersten Einblick in sein erstes Studioalbum „min ghazzeh labaghdad, min haifa la beirut“, das 2026 erscheinen wird.
Seine vielseitigen Klänge hallen auf den Bühnen weltweit in Live-Auftritten wider, die uns unter die Haut gehen und uns noch lange in Erinnerung bleiben. Die Tournee 2026 sammelt Spenden für den von ihm mitbegründeten Palestine Music Space in Ramallah, einem Ort an dem junge Talente in Rahmallah kostenlos lernen, experimentieren, produzieren und gemeinsam ein neues Gefühl von Rockstar-Dasein entwickeln können.

Nina Maleika
Sängerin, Moderatorin und Aktivistin
Nina Maleika teilte sich Bühnen mit Udo Lindenberg, Jan Delay, Clueso und Stefan Raab, lieh ihre Stimme vielen namhaften, großen Projekten und bekam Aufträge der Pop Ikone Cher, Wetten Dass, MTV Unplugged. In Taiwan sang sie mit dem Filmorchester Babelsberg und moderiert internationale Musikfestivals.
Als sich im März 2020 die politischen Verhältnisse in Deutschland zu verändern begannen, der Meinungkorridor sich bedrohlich und gravierend verengte, Zensur und Cancel Culture Künstlern ihre Existenzgrundlage nahmen musste Nina erleben was es bedeutet wenn man die roten Teppiche des Landes mit der Bezeichnung ,politische Aktivistin‘ tauscht.
Seit 2023 ist Nina mit ganzem Herzen und hauptsächlich für Palästina aktiv und machte sich mit ihren kraftvollen Protest-Aktionen als internationale Aktivistin und Veranstalterin von diversen kulturellen Palästina-Events einen Namen. Auf dem 2025 veröffentlichten Sampler ‚Voices for Gaza‘ ist sie unter anderem mit Künstlern wie Dieter Hallervorden und Michael Barenboim vertreten.

Maika Makovski
Sängerin, Songwriterin
Maika Makovski ist eine vielseitige Künstlerin der Musikwelt – eine mitreißende Sängerin und Songwriterin, Multi-Instrumentalistin und Komponistin, die seit zwanzig Jahren für ihre rohe Intensität und ihren genreübergreifenden Sound bekannt ist. Ihre Musik, in der sich Einflüsse aus Indie-Rock, Blues und Avantgarde vermischen, ist zugleich filmisch und viszeral, voller eindringlicher Melodien und kühner, poetischer Texte. Ob sie nun mit ihrer kraftvollen Präsenz die Bühne beherrscht oder tief eintauchende Studioaufnahmen kreiert – Maikas Kunst ist furchtlos, innovativ und zutiefst authentisch. Maika Makovski feiert zwanzig Jahre Musikkarriere, in denen sie Gebiete erkundet, in denen Rock, Poesie und Emotion in einer einzigen Klanglandschaft verschmelzen.
Die Sprecher/innen

Dr. Sami Ayad
Arzt, Nakba-Überlebender, Mitglied der palästinensischen Gemeinde
Dr. Sami Ayad wurde in Yaffa geboren und erlebte als Kind die Nakba selbst mit. Er ist Arzt und arbeitet seit vielen Jahren in Österreich in humanitären Projekten mit. „Der Völkermord und die Annexion zerstören die Hoffnung der Palästinenser – Israel raubt ihnen alle Rechte.
Die Regierung in Österreich trägt das durch die Unterstützung Israels mit,“ kritisierte Sami Ayad mehrfach. Durch die Teilnahme Israels am ESC zeigt Österreich erneut seine Unterstützung für den Völkermord und trägt aktiv zur Weißwaschung bei!

Ronnie Barkan
Aktivist, Gründer von "Boycott from within", Israelischer Dissident
Ronnie Barkan ist ein israelischer Dissident, Mitorganisator des Ersten Jüdischen Antizionistischen Kongresses in Wien und des kommenden in Dublin im Juni 2026–, Mitbegründer von „Boycott from Within“ sowie ehemaliges Mitglied von „Anarchists Against the Wall“ und „Palestine Action“.
Am Nakba-Tag 2022 beteiligte er sich an einer direkten Aktion gegen die britische Zentrale des israelischen Unternehmens Elbit Systems. Im September 2025 wurde der Standort geschlossen. Elbit Systems ist Israels führender Rüstungshersteller und ist derzeit mit Truppen vor Ort in Gaza präsent, die bei der Durchführung des Völkermords helfen.
Barkan stellt das Wesen des zionistischen Rassenstaates und den Diskurs der Lügen in Frage, der in den Mainstream- und progressiven Medien vorherrscht – ein Diskurs, dessen einziger Zweck darin besteht, etwas Legitimität zu verleihen, das von Grund auf illegitim ist.
Während er darauf besteht, sich von den deutschen Dissidenten der Weißen Rose inspirieren zu lassen und deren Vermächtnis im Widerstand gegen den Nationalsozialismus mit den heutigen direkten Aktionen gegen den Zionismus zu verbinden, wird er regelmäßig von den deutschen Behörden zum Schweigen gebracht, schikaniert und festgenommen.

Dalia Sarig
Initiatorin von Not in our Name und der Jüdisch Antizionistischen Initiative
Mitbegründer der Initiative „Not in our Name“ und der jüdischen antizionistischen Initiative. Auch sie ich Mitorganisatorin des Jüdischen Antizionistischen Kongresses in Wien (2025) und des zweiten Jüdisch-antizionistischen Kongress in Dublin (2026)

Topoké
Panafrikanist, Kandidat der Liste Gaza, Künstler und Lehrer
Panafrikanist, Kandidat auf der Liste GAZA 2024, Künstler und Lehrer mit Wurzeln im Kongo. Er engagiert sich im Kampf gegen Rassismus, Chauvinismus und Unterdrückung. „Jeder kann auf Ungerechtigkeiten hinweisen und sich gegen Ausgrenzung einsetzen.“ Die Solidarität des Globalen Südens, insbesondere aus Afrika, zeigt die Stärke des Widerstands gegen Völkermord und Apartheid.

Helga Baumgarten
Politikwissenschaftlerin. Sie forschte zu Palästina und dem politischen Wandel im arabischen Raum, emeritierte Professorin der Birzeit-Universität nördlich von Ramallah (Westjordanland)
Helga Baumgarten, Politikwissenschaftlerin, lehrte bis zu ihrem Ruhestand als Professorin an der Universität Birzeit nördlich von Ramallah im Westjordanland.
Ihr Mann Mustafa al-Kurd war eine wichtige Stimme Palästinas, ein palästinensischer Liedermacher und Chansonnier aus Jerusalem, der aus vielen musikalischen Traditionen und Quellen schöpfend das „palästinensische politische Lied und einen neuen Musikstil zeitgenössischer Cansons und Musik“ prägte. Er hat am Contr’Eurovision in Brüssel 1988 teilgenommen, als Eurovision erstmals Israel eingeladen hat. Helga Baumgarten wird die Lieder dieser Zeit und den Widerstand mit sich bringen.

Lidón Soriano
Promovierte Sport- und Bewegungswissenschaften und besitzt außerdem Abschlüsse in Physiotherapie, Lehramt und Krankenpflege
Lidón Soriano ist promovierte Sport- und Bewegungswissenschaften und besitzt außerdem Abschlüsse in Physiotherapie, Lehramt und Krankenpflege und unterrichtet an der Schule für Gesundheitswissenschaften von Navarra. Seit über 20 Jahren verbindet Lidón ihre Lehr-, klinische und Forschungstätigkeit mit humanitärem Engagement. Sie arbeitet seit mehr als zwei Jahrzehnten mit einer Gesundheits-NGO in Palästina zusammen und hat 17 humanitäre Brigaden im historischen Palästina koordiniert.
Durch ihre Zeit in Palästina hat sie ein umfassendes Verständnis der Situation – sowohl aus akademischer Perspektive als auch durch persönliche Erfahrung. Sie war Mitbegründerin des Solidaritätsnetzwerks gegen die Besatzung Palästinas auf gesamtspanischer Ebene (RESCOP) und 2006 dessen erste Koordinatorin.
Sie unterrichtete das Modul zum „Arabisch-Israelischen Konflikt“ im Masterstudiengang für Internationale Zusammenarbeit an der Francisco-de-Vitoria-Universität in Madrid. Viele Jahre lang hat sie sich außerdem ehrenamtlich dafür eingesetzt, das, was sie während ihrer Zeit in Palästina gelernt und erlebt hat, in verschiedenen Foren in ganz Spanien weiterzugeben – vor allem durch Konferenzen, Seminare und Vorträge an Universitäten, in Stiftungen, Theatern, Bürger-, Sozial- und Kulturzentren, Schulen und vielen anderen Orten.
Derzeit ist sie Sprecherin von RESCOP, Yala Nafarroa con Palestina und der Plattform für den Sportboykott Israels. Von dort aus wurden Aktionen während des Radrennens Vuelta a España von Turin bis Madrid koordiniert, und auch weiterhin werden Aktionen gegen die Präsenz israelischer Vertreter in anderen Sportarten wie Basketball, Softball, Klettern, Fußball usw. organisiert.
Im Jahr 2025 gab sie den „Txupinazo“, mit dem das San-Fermín-Fest eröffnet wird – Bilder davon gingen weltweit viral.
Statement:
Die ethnische Säuberung, die der Zionismus seit Jahrzehnten in Palästina durchführt, hat sich in den letzten drei Jahren brutal verschärft. Israel wird beschuldigt, dem palästinensischen Volk eine illegale Besatzung aufzuzwingen, ein System der Apartheid umzusetzen und das schlimmste Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu begehen: Völkermord.
Israel repräsentiert die Interessen des großen Kapitals und der großen multinationalen Konzerne, die in Krieg, Finanzwesen und Technologie involviert sind. Im Wesentlichen ist es eine US-Militärbasis im Herzen des Nahen Ostens, und nicht nur die USA, sondern auch viele europäische Regierungen tragen direkte Verantwortung für dieses zionistische Kolonialprojekt. Doch die Völker tun das nicht. Wir, die Menschen, stehen auf der Seite der Unterdrückten, die mit Würde und Legitimität Widerstand leisten, und wir werden weiterhin an ihrer Seite stehen, indem wir die Isolation des völkermörderischen Regimes fordern, Israels Ausschluss vom Eurovision Song Contest verlangen und Freiheit für Palästina einfordern.
