Die Künstler/innen
und Sprecher/innen
Übersicht über die Künstler/innen
Übersicht über die Sprecher/innen
Die Künstler/innen

Michael Barenboim
Ein französisch-deutscher klassischer Geiger und Bratschist.
Er ist sowohl für seine Solokarriere als auch für seine Mitwirkung an großen internationalen Musikprojekten bekannt. Besonders zeichnet er sich dadurch aus, dass er klassisches Repertoire mit Musik des 20. und 21. Jahrhunderts verbindet.
„Der Völkermord in Gaza ist ein unumkehrbarer Wendepunkt. Die Welt beobachtet dieses Verbrechen in Echtzeit – still und mitschuldig am Massenmord an den Palästinensern in Gaza, an der Zerstörung ihrer Gegenwart, ihrer Vergangenheit und ihrer Zukunft.“
Foto: © Marcus Hoehn

Shatat
Eine palästinensische Band mit reichem Repertoire und sagenhaften 18 Mitgliedern
Die palästinensische Gruppe Shatat wurde in Wien gegründet und trägt einen Namen, der die palästinensische Geschichte widerspiegelt. „Shatat“ bedeutet Diaspora und erinnert an die palästinensische Erfahrung, wie aus Bürger:innen Geflüchtete wurden, fern der Heimat, aber niemals getrennt von ihr im Herzen. Mit ihrem Gesang möchte die Band zeigen, dass Palästinenser:innen ein Volk mit reichem kulturellem Erbe, lebendiger Tradition und einer starken Identität sind, die sich diese Identität nicht nehmen lassen.
Die Gruppe Shatat besteht aus 18 Mitgliedern, von denen jede und jeder die Erinnerungen und Geschichten früherer Generationen in sich trägt. Durch Musik bewahrt Shatat das palästinensische Erbe, erzählt die Geschichte Palästinas weiter und hält die Liebe zur Heimat, aus der sie vertrieben wurden, lebendig.

Anna Grob & Band
Kulturschaffende und Bassistin von "The Leftovers"
Sie setzt mit „Circle of Light“ ein Zeichen des Widerstands. Kreise des Lichts, das sind Orte der Hoffnung, Orte des Zusammenhalts, aber vor allem auch Orte des Widerstands.Des Widerstands gegen die Leute, die versuchen, sie zu zerstören. Gegen die Leute, die diese Welt für einen Spielplatz ihrer Launen halten, auf dem sie tun und lassen, was sie wollen, während andere darunter leiden. In Zeiten, in denen Politiker*innen versuchen uns zu zerspalten, ist „Circle of Light“ ein Aufruf zusammenzuhalten und unsere Unterschiede wertzuschätzen, statt uns gegeneinander aufzuhetzen.
IZRAA
Sängerin, Rapperin und Aktivistin mit Wurzeln in Palästina, Libanon und Tunesien

Ahmed Eid
Musiker und Komponist
Ahmed Eid ist einer der einflussreichsten palästinensischen Künstler seiner Generation. Seine Musik erzählt Geschichten von Herkunft, Widerstand, Hoffnung und Freiheit – Geschichten, die er mit seiner unverwechselbaren musikalischen Sprache zum Leben erweckt.
Mit seiner Solo-Debüt-EP „Aghani Akhira“ أغاني أخيرة (Last Songs) schlug er 2024 ein neues Kapitel auf und gab bereits einen ersten Einblick in sein erstes Studioalbum „min ghazzeh labaghdad, min haifa la beirut“, das 2026 erscheinen wird.
Seine vielseitigen Klänge hallen auf den Bühnen weltweit in Live-Auftritten wider, die uns unter die Haut gehen und uns noch lange in Erinnerung bleiben. Die Tournee 2026 sammelt Spenden für den von ihm mitbegründeten Palestine Music Space in Ramallah, einem Ort an dem junge Talente in Rahmallah kostenlos lernen, experimentieren, produzieren und gemeinsam ein neues Gefühl von Rockstar-Dasein entwickeln können.

Nina Maleika
Sängerin, Moderatorin und Aktivistin
Nina Maleika teilte sich Bühnen mit Udo Lindenberg, Jan Delay, Clueso und Stefan Raab, lieh ihre Stimme vielen namhaften, großen Projekten und bekam Aufträge der Pop Ikone Cher, Wetten Dass, MTV Unplugged. In Taiwan sang sie mit dem Filmorchester Babelsberg und moderiert internationale Musikfestivals.
Als sich im März 2020 die politischen Verhältnisse in Deutschland zu verändern begannen, der Meinungkorridor sich bedrohlich und gravierend verengte, Zensur und Cancel Culture Künstlern ihre Existenzgrundlage nahmen musste Nina erleben was es bedeutet wenn man die roten Teppiche des Landes mit der Bezeichnung ,politische Aktivistin‘ tauscht.
Seit 2023 ist Nina mit ganzem Herzen und hauptsächlich für Palästina aktiv und machte sich mit ihren kraftvollen Protest-Aktionen als internationale Aktivistin und Veranstalterin von diversen kulturellen Palästina-Events einen Namen. Auf dem 2025 veröffentlichten Sampler ‚Voices for Gaza‘ ist sie unter anderem mit Künstlern wie Dieter Hallervorden und Michael Barenboim vertreten.

Drag Sau Kollektiv
Drag-Künstler*innen mit Behinderung, die neben der üblichen Portion „Cunt“ einen besonderen Fokus auf Behinderung und Barrierefreiheit legen wollen. Drag Sau verstehen Behinderung als Spektrum und nicht als feststehende Definition. Im Rahmen des Song Protest wollen sie auf die Herausforderungen von Kriegsversehrheit und Behinderung von Menschen im besetzten Palästina aufmerksam machen.

Banda POPolare dell’Emilia Rossa
Die Band ist eine proletarische Gruppe, die sich aus RSU-FIOM-Delegierten aus den wichtigsten Metallverarbeitungsbetrieben Modenas zusammensetzt
Am 25. April 2011 wurde die Banda POPolare dell’Emilia Rossa auf der Piazza Grande in Modena gegründet. Von Anfang an war es unser Ziel, revolutionäre, kämpferische und antikapitalistische Politik durch eine der direktesten, wirksamsten und emotionalsten Kommunikationsformen zu betreiben, die es gibt: Musik … ohne dabei natürlich auf die „balotta“ zu verzichten (im Modeneser Dialekt bedeutet „balotta“ „Nachtleben“ oder „Feiern“).
Der Name und das Symbol unserer Band gehen eindeutig auf eine teils sarkastische, teils warholsche Abwandlung des Namens jener berühmten Bank in Emilia-Romagna zurück, die heute eines der Symbole des Kapitalismus und der Degeneration des sogenannten „emilianischen Modells“ darstellt – eines Modells, das nicht mehr rot ist, nicht einmal dem Namen nach.
Die Band ist eine proletarische Gruppe, die sich aus RSU-FIOM-Delegierten aus den wichtigsten Metallverarbeitungsbetrieben Modenas zusammensetzt, darunter Ferrari und Maserati, sowie aus professionellen Musikerinnen und Musikern.
Wir bezeichnen unser musikalisches Genre als „internationalistisch“, weil es darauf abzielt, außerhalb jedes vorgegebenen Rahmens zu existieren – außer jenem der Einheit und Solidarität der Arbeiterklassen, auch im musikalischen und künstlerischen Bereich, jenseits aller Grenzen.

Célia Mara
Sängerin und Komponistin, Brasilien / Österreich
Célia Mara hat mit ihren rebellischen, sozialkritischen Songs die gläserne Decke der globalen Jazzwelt durchbohrt. Mit ihrer Band spielte sie auf großen Bühnen, präsentierte sich in subversiven Clubs ebenso wie auf wichtigen Festivals – von New York bis Moskau, in Europa, Tunesien oder Vietnam. Sie begeisterte weltweit Musikkritiker*innen und ihre Produktionen waren wochenlang in den europäischen Worldmusic Charts.
Die Singer-Songwriterin setzt ihre mächtige Stimme für eine bessere Welt ein, ihre tanzbaren Grooves schenken Lebenskraft und Freude am Widerstand. So wie „ihr“ Präsident, Brasiliens Lula da Silva, steht sie Seite an Seite mit Palästina.

BISAN Dabke
Palästinensischer Tanz
Palästinensische Dabke ist mehr als nur ein Tanz, sie ist Ausdruck von Identität, Zusammenhalt und Lebensfreude. Mit jedem Schritt erzählen wir Geschichten von Heimat, Tradition und Gemeinschaft.
„Wir bieten Dabke-Kurse für Kinder und Erwachsene an und vermitteln dabei nicht nur die Tanzschritte, sondern auch die kulturelle Bedeutung dieses traditionellen Tanzes. Zusätzlich haben wir eine Dabke-Gruppe, die regelmäßig probt und bei verschiedenen Veranstaltungen auftritt. Unser Ziel ist es, die palästinensische Kultur lebendig zu halten und Menschen durch Tanz zusammenzubringen.“

Leftovers
Alternative-Rock-/Grunge-Band
Leftovers ist eine 2019 gegründete Alternative-Rock-/Grunge-Band aus Wien. Die vierköpfige Gruppe verbindet Punk-, Grunge- und Indie-Rock-Elemente mit deutschen Texten. Bekannt wurden sie vor allem durch ihre energiegeladenen Live-Shows und Alben wie Krach (2022) sowie Es kann sein, dass alles endet (2024), mit denen sie sich schnell einen Namen in der österreichischen Musikszene gemacht haben

Maika Makovski
Sängerin, Songwriterin
Maika Makovski ist eine vielseitige Künstlerin der Musikwelt – eine mitreißende Sängerin und Songwriterin, Multi-Instrumentalistin und Komponistin, die seit zwanzig Jahren für ihre rohe Intensität und ihren genreübergreifenden Sound bekannt ist. Ihre Musik, in der sich Einflüsse aus Indie-Rock, Blues und Avantgarde vermischen, ist zugleich filmisch und viszeral, voller eindringlicher Melodien und kühner, poetischer Texte. Ob sie nun mit ihrer kraftvollen Präsenz die Bühne beherrscht oder tief eintauchende Studioaufnahmen kreiert – Maikas Kunst ist furchtlos, innovativ und zutiefst authentisch. Maika Makovski feiert zwanzig Jahre Musikkarriere, in denen sie Gebiete erkundet, in denen Rock, Poesie und Emotion in einer einzigen Klanglandschaft verschmelzen.
Die Sprecher/innen

Dr. Sami Ayad
Arzt, Nakba-Überlebender, Mitglied der palästinensischen Gemeinde
Dr. Sami Ayad wurde in Yaffa geboren und erlebte als Kind die Nakba selbst mit. Er ist Arzt und arbeitet seit vielen Jahren in Österreich in humanitären Projekten mit. „Der Völkermord und die Annexion zerstören die Hoffnung der Palästinenser – Israel raubt ihnen alle Rechte.
Die Regierung in Österreich trägt das durch die Unterstützung Israels mit,“ kritisierte Sami Ayad mehrfach. Durch die Teilnahme Israels am ESC zeigt Österreich erneut seine Unterstützung für den Völkermord und trägt aktiv zur Weißwaschung bei!

Mauricio Lizarazo Prada
Er bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Musikbrache mit. Als Gründer von Pachamama Culture und Mitbegründer des legendären Salon de Baile beim Fusion Festival hat er früh gezeigt, dass Kultur und Verantwortung Hand in Hand gehen.

Ronnie Barkan
Aktivist, Gründer von "Boycott from within", Israelischer Dissidenten und Mitorganisator des Ersten Jüdischen Antizionistischen Kongresses in Wien
Ronnie Barkan ist ehemaliges Mitglied von „Anarchists Against the Wall“ und „Palestine Action“.
Am Nakba-Tag 2022 beteiligte er sich an einer direkten Aktion gegen die britische Zentrale des israelischen Unternehmens Elbit Systems. Im September 2025 wurde der Standort geschlossen. Elbit Systems ist Israels führender Rüstungshersteller und ist derzeit mit Truppen vor Ort in Gaza präsent, die bei der Durchführung des Völkermords helfen.
Barkan stellt das Wesen des zionistischen Rassenstaates und den Diskurs der Lügen in Frage, der in den Mainstream- und progressiven Medien vorherrscht – ein Diskurs, dessen einziger Zweck darin besteht, etwas Legitimität zu verleihen, das von Grund auf illegitim ist.
Während er darauf besteht, sich von den deutschen Dissidenten der Weißen Rose inspirieren zu lassen und deren Vermächtnis im Widerstand gegen den Nationalsozialismus mit den heutigen direkten Aktionen gegen den Zionismus zu verbinden, wird er regelmäßig von den deutschen Behörden zum Schweigen gebracht, schikaniert und festgenommen.

Dalia Sarig
Initiatorin von "Not in our Name" und der Jüdisch Antizionistischen Initiative
Auch sie ist Mitorganisatorin des Jüdischen Antizionistischen Kongresses in Wien (2025) und des zweiten Jüdisch-antizionistischen Kongress in Dublin (2026)

Topoké
Panafrikanist, Kandidat der Liste Gaza, Künstler und Lehrer mit Wurzeln im Kongo
Er engagiert sich im Kampf gegen Rassismus, Chauvinismus und Unterdrückung. „Jeder kann auf Ungerechtigkeiten hinweisen und sich gegen Ausgrenzung einsetzen.“ Die Solidarität des Globalen Südens, insbesondere aus Afrika, zeigt die Stärke des Widerstands gegen Völkermord und Apartheid.

Helga Baumgarten
Deutsche Politikwissenschaftlerin, im Ruhestand als Professorin an der Universität Birzeit nördlich von Ramallah im Westjordanland
Ihr verstorbener Mann Mustafa al-Kurd war eine wichtige Stimme Palästinas, ein palästinensischer Liedermacher und Chansonnier aus Jerusalem, der aus vielen musikalischen Traditionen und Quellen schöpfend das „palästinensische politische Lied und einen neuen Musikstil zeitgenössischer Cansons und Musik“ prägte. Er hat am Contr’Eurovision in Brüssel 1988 teilgenommen, als Eurovision erstmals Israel eingeladen hat. Helga Baumgarten wird die Lieder dieser Zeit und den Widerstand mit sich bringen.

Katrin Glatz Brubakk
Kinderpsychoterapeutin, Autorin und Internationale Hilfarbeiterin. In den letzten zwölf Jahren ist sie in zahlreiche Kriegs- und Krisengebiete gereist, zuletzt zwei mal nach Gaza.
Glatz Brubakk berichtet über die psychologischen Konsequenzen des Völkermordes in Gaza, besonders auf Kinder und Jugendliche. Sie zeigt aber auch, dass helfen etwas bewirken kann. Indem sie uns ganz nah an die Kinder und Erwachsenen heranführt, denen sie begegnet, zeigt sie, wo trotz extremer Belastungen Freude und Kraft liegen. Sie ist eine engagierte Verfechterin dafür, dass wir uns für andere einsetzen sollten, und lebt nach dem Motto: „Gemeinsam können wir das Unmögliche möglich machen!“
Für ihr schriftstellerisches Werk und ihr Engagement für Kinder im Krieg und auf der Flucht wurde sie mehrfach ausgezeichnet.“ Ihr letztes Buch „Tagebuch aus Gaza“ wurde Ende 2025 herausgegeben.

Lidón Soriano
Sie ist Absolventin der Sportwissenschaften und Leibeserziehung, Lehrerin, Krankenschwester und Aktivistin.
Seit über 20 Jahren verbindet sie ihre Lehr-, Klinik- und Forschungsarbeit mit humanitärem Engagement. Sie arbeitet seit mehr als zwei Jahrzehnten mit einer Gesundheits-NGO in Palästina zusammen und hat 17 Brigaden in historischem Palästina koordiniert.
Lidón Soriano verfügt über umfassendes Wissen zur Situation in Palästina, zu den Ursprüngen des Konflikts, seiner Entwicklung und den Realitäten vor Ort. Sie ist Mitbegründerin des Solidaritätsnetzwerks gegen die Besetzung Palästinas (RESCOP) auf spanischer Ebene und dessen erste Koordinatorin im Jahr 2006.
Sie hat das Modul „Arabisch-Israelischer Konflikt“ im Masterstudiengang Internationale Zusammenarbeit an der Universität Francisco de Vitoria in Madrid unterrichtet. Viele Jahre lang hat sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen aus der Region altruistisch in ganz Spanien weitergegeben – vor allem durch Konferenzen, Seminare und Vorträge an Universitäten, Stiftungen, Theatern, zivilgesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Zentren, Schulen und weiteren Veranstaltungsorten.
Derzeit ist sie Sprecherin von RESCOP, Yala Nafarroa con Palestina und der Plattform für den Sportboykott Israels, von der aus Aktionen während der Vuelta a España (Radrennen von Turin nach Madrid) koordiniert wurden, und von der aus weiterhin Aktionen gegen die Teilnahme israelischer Vertreter an anderen Sportarten wie Basketball, Softball, Klettern, Fußball usw. organisiert werden.
2025 initiierte sie den „Txupinazo“, der das San-Fermín-Festival eröffnete – Bilder, die weltweit viral gingen.

Rafael Eisler (Veni)
Social Media Aktivist und Teil der Global Sumud Flotilla, die das Ziel hat die illegale Blockade Gazas zu durchbrechen.
Rafael ist intersektionaler Aktivist und macht journalistischen Content auf Social Media, mit dem er gegen jegliche Unterdrückung, Diskriminierung, Kapitalismus und Patriachat ankämpft. Er ist ebenfalls Media Lead bei der österreichischen Delegation der Global Sumud Flotilla und bereits zum zweiten Mal Teil der zivilen und gewaltfreien Hilfsmission, welche die illegale Blockade des Gazastreifens durchbrechen will.

